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Jean Anthelme Brillat-Savarin    1755-1826

französischer Schriftsteller, Philosoph und Gastronomiekritiker
Schmetterling
Beim Bordeaux bedenkt, beim Burgunder bespricht, beim Champagner begeht man Torheiten.
Die Entdeckung eines neuen Gerichts ist für das Glück der Menschheit von größerem Nutzen als die Entdeckung eines
      neuen Gestirns.
Die Feinschmeckerei ist eines der stärksten gesellschaftlichen Bande;sie breitet täglich jenen geselligen Geist aus,
      der die verschiedenen Stände vereinigt, sie mit einander verschmilzt, die Unterhaltung belebt und die Ecken der
      gebräuchlichen Ungleichheit abschleift.
Ein echter Feinschmecker, der ein Rebhuhn verspeist hat, kann sagen, auf welchem Bein es zu schlafen pflegte.
Fresser und Säufer verstehen nichts vom Essen und Trinken.
Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.
Tiere fressen, Menschen essen, aber nur der Mann von Geist weiß, wie man isst.
Der Koch wird erzogen, der Bratkünstler geboren.
Die Hausfrau muß sich stets vergewissern, daß der Kaffee ausgezeichnet ist, und der Hausherr, daß die Spirituosen von
      bester Qualität sind.
Jemanden einladen bedeutet, für das Glück des Gastes zu sorgen, solange dieser unter unserem Dache weilt!
Wer das Wort »Trüffel« sagt, sollte sich im Klaren darüber sein, daß es bei dem schwachen Geschlecht erotische
      und gastronomische Erinnerungen wachrüttelt hingegen bei dem bärtigen Geschlecht erst gastronomische und
      dann erotische.
Das Erforschen eines neuen Gerichtes tut mehr für die menschliche Fröhlichkeit als das Erforschen eines neuen Sterns.
Wer seine Freunde zu Gast hat und sich in keiner Weise persönlich um das Mahl kümmert, das für sie bereitet wird, ist
      unwürdig, Freunde zu haben.
Ohne die Weinkultur ist es noch keinem Volk gelungen, eine Kultur der Küche und der Tafel aufzubauen.
Einem Zecher bot man zum Dessert einige Trauben an. Er lehnte ab, er sagte: »Danke bestens! Ich pflege meinen Wein
      nicht in Pillenform zu nehmen.«
Über Geschmack kann man nicht streiten. / De gustibus non est disputandum.
Die Speisetafel ist der einzige Ort, wo man sich niemals während der ersten Stunde langweilt.
Wer zu viel ist, weiß nicht, wie man essen muss.
Ein Nachtisch ohne Käse ist wie ein schöne Frau, die nur ein Auge hat.
Das allzu lange Warten auf einen säumigen Gast ist ein Mangel an Rücksicht auf die anwesenden Gäste.
Indem der Schöpfer dem Menschen die Verpflichtung auferlegt, zu essen, um zu leben, ladet er ihn durch den Appetit
      einund belohnt ihn durch den Genuß.
Diejenigen, die vernünftig essen, sind zehn Jahre jünger als jene, denen diese Wissenschaft fremd ist.
Welch Vergnügen, einen guten Appetit zu haben, wenn man gewiß ist, ein vortreffliches Mahl zu bekommen.
Die Gastronomie beherrscht das ganze Leben, denn die Tränen des Neugeborenen verlangen die Brust einer Amme und
      der Sterbende schlürft noch hoffnungsvoll den letzten Trank, den er, ach! nicht mehr verdauen soll.
Ein gutes Essen ohne Dessert ist wie eine einäugige Schönheit.
Die Feinschmeckerei steht den Frauen wohl an; sie ziemt der Zartheit ihrer Organe und ersetzt ihnen einige
      Vergnügungen, denen sie sich entziehen müssen, wie sie ihnen Trost gewährt für leiden, zu denen die Natur
      sie bestimmt hat.
Schmetterling
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