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Johann Caspar Lavater    1741-1801

schweizer Schriftsteller und Theologe
Schmetterling
Siehe zuerst, was du bist und was du hast und was du kannst und weißt, ehe du bedenkst, was du nicht bist, nicht hast,
      nicht weißt und nicht kannst
Nur durch Gebrauch wird etwas besessen.
Wer sich selbst bessert, hat mehr für die Besserung derAllgemeinheit getan als ein Haufen lärmender, ohnmächtiger
       Patrioten.
Forsche nie nach des Nachbarn und des Freundes Geheimnis.
Jeder Mensch ist ein Genie, in irgendeiner großen oder kleinen Welt.
Zu erkennen, daß man sich geirrt hat, ist ja nur das Eingeständnis, daß man heute schlauer ist als gestern.
Du sollst niemandem Überzeugungen rauben, die ihn glücklich machen, es sei denn, du kannst ihm etwas Besseres
      dafür geben.
Wer nicht lieben kann, der versteht nicht menschlich zu leben.
In der heißesten Not zerstreue die Kraft nicht durch Klagen.
Wo du Boden findest, da streu auf den Boden was Gutes.
Aus dem dunkelsten Tag quillt plötzlich das lieblichste Licht hervor.
Freu dich nicht so sehr, daß du geliebt wirst,als daß du lieben kannst.
Freundschaft will wie das Feuer genährt sein, oder sie stirbt.
Tausend Dank, mein lieber Herr Reich! Sie allein scheinen mir kein Buchhändler, sondern ein Mensch zu sein.
Der Mensch ist frei wie der Vogel im Käfig; er kann sich innerhalb gewisser Grenzen bewegen.
Wenn man beim ersten Zusammentreffen glaubt, sich bereits lange zu kennen, dann lebt man bis ins Alter ohne
      Reue zusammen.
Forsche nie nach des Freundes Geheimnis.
Treue im Kleinsten macht Treue dir leicht im Größten.
Sei, was du bist!
Wie einer ist, so wünscht und hofft er.
Wie dein Leiden sich mehrt, so mehrt sich die Kraft, es zu tragen.
Schau auf niemand herab, und wirf dich selbst für nichts weg.
Der hat viel gelernt, der auf Gott still horchen gelernt hat.
Sprich nie Böses von einem Menschen, wenn du es nicht gewiß weißt, und wenn du es gewiß weißt, so frage dich:
      Warum erzähle ich es?
Bist du gesiegt hast, sage von deinem verborgensten Kampfe nichts
Sage nicht, du kennst einen Menschen, bevor du nicht ein Erbe mit ihm geteilt hast.
Einseitige Wahrheit ist die ergiebigste Quelle des Irrtums.
Nicht Schüler irgend eines Menschen sein, aber Hörer aller!
Gib zwei Pfennige nicht für das, was um einen zu teuer ist.
Wer das Beste will, muß oft das Bitterste kosten.
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Es ist kein Verdienst, Verstand zu haben, sondern ein Glück; aber Verdienst ist es, ihn zur Erkennung seiner
      selbst anzuwenden.
O welch ein Unterschied: Die Wahrheit aussprechen,und die Wahrheit empfinden.
Auch auf das kleinste Geschäft verwende weiseste Treue!
Jeder Tag ist ein Lehrer, der lehrt, was kein anderer Tag lehrt.
Schau bei Menschen und allem mehr auf das,was da ist, als auf das, was da mangelt.
Freue dich jeglicher Freude, weil jegliche Freude von Gott kommt.
Kannst du Großes nicht tun, so tue das Geringste mit Treue.
Alle Dinge will Gott lebendig machen! O Freude! Welche Aussicht, welche Hoffnung!
Freude fehlt nie, wo Arbeit, Ordnung und Treu' ist.
Willst du getrost durchs Leben gehn, blick über dich!Willst du nicht fremd im Leben stehn, blick um dich!Willst du
      dich selbst in deinem Werte sehn, blick in dich!
Lerne jeden Tag mehr zu schätzen, jeglichen Tages Wert.
Schwäche und Eitelkeit sind die Mutter der Heuchelei.
Reine Liebe macht den Traum des Lebens zur Wahrheit.
Sehnsucht nach dem Besten veredelt die Seele unaufhörlich.
Erhaben ist, was durch äußere Einfachheit und Unerschöpflichkeit uns sanft und immer erhebt, d.i. mit frommer
      Ehrfurcht erfüllt.
Was du nie haben kannst, nicht sollst - mach nie zum Bedürfnis.
Die reine Freundschaft reiner Herzen geht Hand in Hand in Freud und Schmerzen, kein Glück, kein Mißgeschick
      trennt sie.
Das edelste Menschenherz, mit dem ich mich nicht vergleichen dürfte, ist kein Schattenbild dessen, der Millionen
      Herzen schuf, die besser sind, als das meinige!
Ehre den Anlaß wie Gott, er erscheint im begegnenden Anlaß.
Lasset uns, ihr Lieben, so sehr wie möglich leben: das Leben zum Leben machen durch den weisesten und geistigsten
      Genuß und Gebrauch desselben!
Lerne Gutes von Bösen - und Weisheit auch von Thoren!
Stärker jeden Morgen,bescheidener jeden Abend!
Alle Affektation ist vergebliche und lächerliche Bemühung der Armut, reich zu scheinen.
Sei der männliche Mann und bleibe das kindliche Kind doch.
Nur nicht verzagen im Unglück! Wenn Gott einen Baum umhauen läßt, so sorgt er schon dafür, daß seine Vögel auf
      einem andern nisten können.
Tue das Kleinste, das Größte mit Ernst, mit Liebe und Würde!
Ehr' im geringsten der Menschen der Schöpfung Krone: die Menschheit!
Gott ist am nächsten, wenn er ferner als fern und hart wie ein Felsen zu sein scheint.
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Dem wird dreifach gegeben,der hat und bittet und gern gibt.
Stehe mit Mut und mit Demut, wo Gott dich hinstellt im Leben.
Glaube nie an den, der nie an Gott und an sich selbst glaubt.
Höre durch das Ohr des Blinden und siehe mit dem Auge des Tauben, wenn du die Menschen kennen willst.
Wir können nicht besser geführt werden, als wir geführt werden.
Der, der weiß, daß es meine Freude ist, Freude zu machen, wird mir noch manche Freude, an die ich vorher nicht
      denken kann, bereiten.
Trinke nicht, was die Kräfte nicht stärkt, - nicht stillet den Durst dir!
Der nur lebt, der liebt;und der nur liebt, der sein Ich haßt.
Wende die Zeit an nichts, wozu du nicht Gottes Segen erbitten darfst.
Jeder treue Freund sei dir Pfand der Freundlichkeit Gottes.
Bitte froh, wie du gibst, wenn du froher gibst, als empfangest!
Was ist schöner als schön? - Die Großmut im Kleide der Demut.
Der mir Erbarmen in ein Herz gab,der wird sich meiner auch erbarmen!
Forsche schärfer nach nichts als nach deinen Schwächen und Kräften!
Je mehr ich nachdenke, desto mehr erstaune ich über mein Dasein, mein Werden, meine Führung; ich freue mich meines
      Seins und meiner Fähigkeit, über mein Dasein und meine Menschheit nachdenken zu können.
Wer noch nie einem Feind verziehen hat, hat noch nie eine der höchsten Lebensfreuden genossen.
Ordnungsliebe führt zu strenger Gerechtigkeitsliebe.
Wer Großmut verbergen kann, steht auf der obersten Stufe der Menschheit und wird von der Geisterwelt bewundert.
Was getan sein muß, sei immer heilig. Gott will es!
Wann willst, Freund, du Glauben beweisen, wenn nicht in der Trübsal; Hoffnung wann auf Gott, wenn nicht in der
      dunkelsten Stunde?
Gleicher bleibt Gott als die Sonne; - verliere den Muth nie!
Werde Liebender stets, so kommst du näher der Liebe.
Was die Erde nicht gab, das kann auch nicht nehmen die Erde.
Groß sei dir nur der, dem das Unendliche groß ist!
Halte nie den für klug, der des Zwecks vergißt ob dem Mittel!
Streben und Durst nach Freude verlasse dich nie, - sonst versinkst du!
Sammle dir jeden Tag etwas Ewiges, das dir kein Tod raubt, das den Tod und das Leben dir lieblicher jeden Tag macht.
Hast du je einen Pedanten mit warmem, edlem, vollem Herzen gesehen?
Wer nicht vorwärts strebt, dem ist es nicht ernst mit sich selber.
Was der Tod getrennt, und was sich liebte, - das wird einst wieder vereinen der Herr, dem Freude ist,
      Freude zu machen.
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Sei den Freunden ein Beispiel - und den Deinigen ein Segen!
Wiedersehen! - süßer als süß macht dich die dauernde Trennung!
Was du Gutes gethan hast, - vergiß, - und thu etwas Besseres!
Danke für jede Gabe, - so wird dir jede zum Segen!
Fang' beim Anfang an und ende nicht, bis du am Ziel bist!
Opfer nenne nur das, was um anderer willen du duldest!
Was die Welt dir nicht gab,das kann die Welt dir nicht nehmen!
Nicht eine Sekunde kann diese Hand das, was sie schuf, verlassen; sie leitet alle Lebenden und alle Todtgenannten
      zu einem Ziele!
Dennoch! sein dein Wort, wenn jedes Licht um dich Nacht wird.
Zage nie beim Gefühl: Mein Leben ist Wahrheit und Liebe!
Strebe, daß du nach deinem Hinscheiden fühlest, du habest gelebt!
Alles, alles ist dein, wenn der,der alles ist, dein ist,
Was ich einmal bin, das bleib' ich ewig: der Treue.
Dulde, trage, rette, schone, vergieb, aber lieb' stets!
Dreimal wäge dein Wort, und siebenmal Zeilen der Handschrift.
Ohne Glauben und Liebe, was ist die Hoffnung und - Gott! was?
Lerne dich selbst erkennen an anderer Fehlern und eignen, - doch noch mehr dadurch, wie du anderer Fehler beurteilst!
Offenbare nie, was allein gewußt nur beseligt!
Eins nur sei dein Tun, dein Denken Eins und dein Wollen!
Zürne nur dann, wenn Zorn dich froh und den Schwächern stark macht!
Vergiß nicht die Ernte beim Säen, - und laß mich beim Säen der Ernte nicht vergessen!
Anfang, Mitte und Ende von jedem Beginnen sei Liebe!
Wer sich selber kennt, ist strenge gegen sich selber, jedem Schwachen gelind und richtet ungern den Bösen.
Liebe den Liebenden treu und warm, - doch vergöttere keinen!
Denkzeilen an Freunde nach meinem Tode
Lerne dankbar stets empfangen und fröhlicher geben!
Wer schon dreißig, vierzig, fünfzig Jahre lauter Proben der göttlichen Vorsehung erfahren hat, der darf für den Rest
      seiner Tage nicht gar bange sorgen.
Plagelust ... scharfer Beweis: es ist ein Satan, - und du bist's.
Gott geht mit dir, seinem Kinde; fürchte dich nicht! - Auf jedem Punkte, wo du stehst, ist ein Schutzengel; wo du bist,
      ist Dein Gott; wo dein Gott ist, da ist dein Helfer!
Immer zu guten Zwecken verwende deine Talente, deines Geistes Kräfte zu heiliger Pflichterfüllung, und dein fester Sinn
      sei Diener der Weisheit und Tugend!
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Tausend Kleinigkeiten, die nichts uns geben und nichts sind, rauben uns oft - wie oft! - das Best' und die Quelle
      des Besten.
Bittere Tränen verwandelt die Liebe in Tränen der Wonne.
All dein verschiedenes Thun sei eins nur im Auge der Wahrheit!
Sei mit jedem Tage dir selbst gleichförmiger, treuer!
»Jetzt« sei das Heiligste dir, so wird das »Dann« dir zum Himmel!
Suche das Beste der Guten dir ganz zu eigen zu machen.
Liebe und edler Sinn sind der Unsterblichkeit Pfänder.
Das äußere Glück ist nur Zufall, - aber das innere Glück, das baut sich ein jeder selbst.
Lerne von jedem, der kommt, so erfreust du jeden, der weggeht!
Jeden Morgen erwache, zu meistern, zu bessern, zu loben!
Frage bei jedem Beginnen:Was will ich tun?Darf ich es wollen?
Lerne täglich mehr durch das Sprechen anderer - schweigen!
Ruh' im Herzen ist die Quelle Himmlischer Zufriedenheit,Gibt auf jeder LebensstelleEine stille Seligkeit.
Lerne vom Schlimmsten Gutes, und Schlimmes nie von dem Besten.
Die Kraft, sich selbst zu erkennen und über das Sichselbst zu erstaunen, verbürgt dem Nachdenkenden seine Würde,
      seine höhere Abkunft, seine himmlische Natur, seine Unsterblichkeit.
Vor vergeblichen, zwecklosen Gesprächen hüte dich sehr! Man kommt so leicht, so unverhofft hinein. - Welche
      Verschwendung seiner Geisteskräfte! Eitle Geschwätze, wie nah an bösen Geschwätzen!
Dank ist Lust an der Gab' und größere Lust noch am Geber.
Wolken bedecken wohl - und vernichten doch nie die Sonne.
Liebe sei dir wie Gott, in welcher Gestalt sie erscheine!
Mache Arbeit zur Lust, - so wird die Ruhe zur Wonne.
Kannst du nicht sehn, was ist,wie kannst du glauben, was sein wird?
Keine Wonne, wie die, im Stillen Gutes zu wirken!
Ehrst du im Menschen nicht Gott,wie willst du im Tempel ihn ehren?
Klage nie dem Schalke, dem Leidenden oder dem Witzler!
Bald tu, was du kannst, - verweile nicht! - heut noch, was du sollst.
Hoffe vom Guten - Gutes,und von dem Besten das Beste!
Laufe dem Fernen nicht nach,eh' du das Nächste benutzt hast!
Weisheit zielt auf den Zweck, auf Mittel sinnet die Klugheit.
Rufe kühn in der Not den Gott an, den du im Glück ehrst!
Liebe, Du bist ernst und froh und duldsam und thätig!
Heiße Stunden der Angst gebären Jahre der Freude.
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Diene täglich deinem Zeitalter, - nie aber dem üblen Genius der Zeit!
»Ich« laß immer dein letztes, dein erstes Wort laß »Du« sein!
Das Schwerste und das Notwendigste ist Harmonie, Übereinstimmung, Konsequenz, Gleichförmigkeit der Grundsätze,
      der Empfindungen, des Betragens. Nur diese Gleichförmigkeit gibt Ruhe, Festigkeit, steten Selbstgenuß und
      innere Vollkommenheit.
Wuchre mit deiner Zeit, mit deinen Gedanken und Kräften!
Frage dich oft: Wie würd' ich nun handeln, erblickt' ich die Engel, welche Zeugen sind von den ungesehensten Taten?
Das schönste Album ist ein Menschenherz.
Zeige dich, wie du bist, doch ganz nur: Gott und dem Freunde!
Bald tu', was du sollst! Verschub macht Schurken und Toren.
Liebe, nur Liebe - sonst nichts! - führt zur Quelle der Liebe.
Ist es Weisheit zu tun, wovon man weiß: es gereut bald?
Wahre Freundschaft sagt, was keine Lippen sonst sagen.
Gott beschütze die, die er liebt, vor überflüssiger Lektüre.
Ohne tägliche Stille - wer kommt der Vollkommenheit näher?
Liebe, wie leise sie spreche, sie spricht doch hörbar fürs Herz hin.
Freust du der Freuden des Frohen dich nicht - so sprich nicht von Freude!
Sei unabhängig stets vom Phänomen der Zeitwelt!
Ich suche meine vier Wände zu einem heiligen Tempel zu machen, in welchem ich mich gerne mit dem großen
      Gegenstand unseres Daseins und unseres Glaubens unterhalte.
Der Herr stärke Sie im Glauben, wo Sie nicht sehen,und in der Hoffnung, wo nichts zu hoffen ist!
Wie wird es mir sein einst, wenn die Decke, die uns selbst vor uns bedeckt, hinweggenommen werden wird?
Geh den geraden Weg der Pflicht, der Ordnung, der Liebe, - und dann achte nicht auf das Urteil des Freundes
      noch Feindes.
Frage genau dich oft: Was gereute nie mich? was mehrmals?
Zeit des Duldens, dir folgt die des Genusses auf dem Fuß nach!
Wer mit Liebe dich warnt, mit Achtung dich tadelt, sei Freund dir!
Große Saaten der Freude - sind stille Tränen der Liebe.
Wer nicht geliebt wird, liebt nicht.
Laß die schwerste Pflicht dir die heiligste Pflicht sein!
Laß den Schwächeren nie eine Last Deines Vorzugs fühlen.
Wer aufmerksam zuhört, vernünftig frägt, gelassen antwortet und zu sprechen aufhört, wenn er nichts mehr zu sagen
      hat, ist im Besitze der nötigsten Eigenschaft, die das Leben erheischt.
Greuel sei dir der Schein, der Empfindung heuchelt und Ernst lügt!
Matt nie werde der Eifer, zu wirken, soviel wir vermögen.
Nichts verdirbt uns mehr, als das stille Flieh'n vor uns selber.
Schmetterling
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