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Jean Paul    1763-1825

deutscher Schriftsteller
Schmetterling
Die schlimmsten Fehler werden gemacht in der Absicht, einen begangenen Fehler wieder gutzumachen.
Das Leben gleicht einem Buche. Toren durchblättern es flüchtig; der Weise liest es mit Bedacht, weil er weiss,
      dass er es nur einmal lesen kann.
Humor ist überwundenes Leiden an der Welt.
Man hört in der Welt leichter ein Echo als eine Antwort.
Freiheit ist ein Gut, dessen Dasein weniger Vergnügen bringt als seine Abwesenheit Schmerzen.
Wer die Laterne trägt, stolpert leichter, als wer ihr folgt.
Die Geschichte belehrt fast niemand als die Gelehrten, die sie lehren, selten die Gewaltigen, welche die Geschichte
      selber regieren und erzeugen helfen.
Großes Glück ist die Feuerprobe des Menschen, großes Unglück nur die Wasserprobe.
Mut besteht nicht darin, dass man die Gefahr blind übersieht, sondern dass man sie sehend überwindet.
Dass der Verstand erst mit den Jahren kommt, sieht man nicht eher ein, als bis der Verstand und die Jahre da sind.
Das große unzerstörbare Wunder ist der Menschenglaube an Wunder.
Es ist weit mehr Heuchelei in der Welt, als man glaubt und als selber die Heuchler glauben; denn sie halten nicht andere
      für Heuchler.
Nichts führt von aller innerer Beschauung weiter ab und vom Blick gegen die verschleierte Welt als Ehrgeiz.
Um sich etwas zu erklären, nimmt die große Welt lieber die entsetzlichste Sünde als eine gewöhnliche an.
Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
Der Mensch wird hart wie Stahl - durch öfteres Abkühlen nach Erhitzen.
Gegen das Fehlschlagen eines Planes gibt es keinen Besseren Trost als sofort einen neuen zu machen.
Lache das Leben an, und es knurrt zurück.
Um zur Wahrheit zu gelangen, sollte jeder die Meinung seines Gegners zu verteidigen suchen.
Eine neue Rolle des Lebens spielt der Mensch am wärmsten und besten.
Die Mütter geben unserem Geist Wärme, die Väter Licht.
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Die Heiterkeit ist ein wiederkehrendes, lichtes Gestirn, ein Zustand, der sich durch die Dauer nicht abnützt.
Kinder und Uhren dürfen nicht beständig aufgezogen werden, man muss sie auch gehen lassen.
Die Zeit ist ein Augenblick. Unser Erdendasein wie unser Erdengang ein Fall durch Augenblicke.
Heiterkeit und Freudigkeit ist der Himmel, unter dem alles gedeiht.
Das Schicksal geht mit uns wie mit Pflanzen um: es macht uns durch kurze Fröste reifer.
Der Spaß ist unerschöpflich, nicht der Ernst.
Man hört immer von Leuten, die vor lauter Liebe den Verstand verloren haben. Aber es gibt auch viele, die vor lauter
      Verstand die Liebe verloren haben.
Denken lernt man nicht an Regeln zum Denken, sondern an Stoff zum Denken.
Der Besitz macht uns nicht halb so glücklich, wie uns der Verlust unglücklich macht.
Wo es am Scherz fehlt, fehlt es im Grunde am Ernst.
Wahre Manager haben für jedes Problem eine Lösung; richtige Juristen für jede Lösung ein Problem.
Bei allen Handlungen beständig auf fremde Urteile Rücksicht nehmen ist das Gift unserer Ruhe.
Das Alter ist nicht trübe, weil darin unsere Freuden, sondern weil unsere Hoffnungen aufhören.
Der Hauptfehler des Menschen bleibt, dass er so viele kleine hat.
Der Scherz kennt kein anderes Ziel als sein eigenes Dasein.
Der rechte Unglaube bezieht sich auf keine einzelnen Sätze und Gegensätze, sondern auf die Erblindung gegen
      das Ganze.
Wer nicht zuweilen zu viel empfindet, der empfindet immer zu wenig.
Nichts macht die Menschen vertrauter und gegen einander gutgesinnter als gemeinschaftliche Verleumdung eines Dritten.
Der Unglückliche braucht Tätigkeit wie der Glückliche Ruhe.
Der Tod ist nur ein Pfeil, der bei der Geburt abgeschossen wird und uns dann trifft.
Stille Unterordnung unter Willkür schwächt, stille Unterordnung unter Notwendigkeit stärkt.
Manche können nur fremde Meinungen, nicht ihre eigenen berichtigen.
Das Ziel muss man früher kennen als die Bahn.
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An den Menschen sind, wie an den Büchern, vorn und hinten zwei leere, weiße Buchbinderblätter - Kindheit
      und Greisenalter.
Die Armut und die Hoffnung sind wie Mutter und Tochter. Indem man sich mit der Tochter unterhält, vergisst man
      die andere.
Alle, die ihr eine Ernte wollt, setzet eine Hoffnung nicht bloß voraus, sondern handelt nach ihr.
Der Furchtsame erschrickt vor der Gefahr, der Feige in ihr, der Mutige nach ihr.
Der Hagestolz hat das Unglück, dass ihm niemand seine Fehler frei sagt, aber der Ehemann hat das Glück.
Der kräftigen Jugend alles leichtmachen heißt schwache Anker schmieden.
Der vollendete Umgang mit Menschen ist die Fähigkeit, zugleich ehrlich und liebenswürdig zu sein.
Nur wer irgendein Ideal, das er ins Leben ziehen will, in seinem Inneren hegt und nährt, ist verwahrt gegen die Gifte und
      Schmerzen der Zeit.
Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation.
Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens.
Die Liebe ist das Leben des Weibes, aber eine Episode im Leben des Mannes.
Die Zeit ist eine Larve der Ewigkeit.
Nur Reisen ist Leben, wie umgekehrt Leben Reisen ist.
Individualität ist überall zu schonen und zu ehren als Wurzel jedes Guten.
Ernste Tätigkeit söhnt zuletzt immer mit dem Leben aus.
Ich möchte noch heute den Totenschädel des Mannes streicheln, der die Ferien erfunden hat.
In phantasiereichen Menschen liegen, wie in heißen Ländern oder auf Bergen, alle Extreme enger aneinander.
Sprachkürze gibt DenkWeite.
Der Wein wirkt stärkend auf den Geisteszustand, den er vorfindet: Er macht die Dummen dümmer, die Klugen klüger.
Wir zeigen mit weniger Scham die Leidenschaften des Hassens als des Liebens.
Gerechter Gott! Aus wie vielen Marterstunden der Tiere lötet der Mensch eine einzige Festminute für seine
      Zunge zusammen!
Der Mensch ist nie so schön, als wenn er um Verzeihung bittet oder selbst verzeiht.
Der schönste, reichste, beste und wahrste Roman, den ich je gelesen habe, ist die Geschichte.
Fern von Menschen wachsen Grundsätze, unter ihnen Handlungen.
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Die Menschen schieben ihren letzten Willen gern solange hinaus wie ihren bessern.
Nicht der äußere Mensch, sondern der innere hat Spiegel nötig. Man kann sich nicht anders sehen als im Auge eines
      fremden Sehers.
Je mehr Schwäche, je mehr Lüge. Die Kraft geht gerade.
Die Menschen verraten ihre Absichten nie leichter und stärker, als wenn sie sie verfehlen.
Niemand wird in der Welt leichter betrogen nicht einmal die Weiber und die Fürsten als das Gewissen.
Nichts ist gefährlicher, als zwei Menschen auszusöhnen. Sie zu entzweien, ist viel sicherer und leichter.
Jedes Genie aber ist in seiner Sprache, jedes Herz in seiner Religion allmächtig.
Man steigt den grünen Berg des Lebens hinauf, um oben auf dem Eisberge zu sterben.
Der Mensch und die Gurken taugen nichts, sobald sie reif sind.
In nichts offenbart sich die herzlose Maschinenhaftigkeit mehr als in der Dürre ihrer Feste.
Es gab viele Religionen, aber nur ein Sittengesetz.
Wenn man beim Stiche der Biene oder des Schicksals nicht stille hält, so reißet der Stachel ab und bleibt zurück.
Selig ist der, dem Gott eine große Idee beschert, für die er allein lebt und handelt, die er höher achtet als seine Freuden!
Das Alter der Weiber ist trüber und einsamer als das der Männer.
Not ist die Mutter der Künste, aber auch die Großmutter der Laster.
Nirgends strapaziert sich der Mensch mehr als bei der Jagd nach Erholung.
Nicht das Zeitliche, sondern das Ewige bestimmt die Würde des Menschen.
Nur um den Einsamen schleichen Gespenster.
Man kann jemanden bis zum Verstummen widerlegen, ohne ihn doch zu überzeugen. Das Gefühl überlebt die Einsicht
      wie der Schmerz die Trostgründe.
Zufriedene Menschen sind die ordentlichsten.
Die Predigten sind Kehrbesen, die den Unrat von acht Tagen aus den Herzen der Zuhörer herausfegen.
Höflichkeit ist der Widerschein der Sittlichkeit.
Wer den kleinsten Teil seines Geheimnisses hingibt, hat den anderen nicht mehr in der Gewalt.
Die Leiden sind wie Gewitterwolken: in der Ferne sehen sie schwarz aus, über uns grau.
Der größte Hass ist wie die größte Tugend und die schlimmsten Hunde: still.
Je jünger, einfacher und frömmer die Völker, desto mehr Tierliebe.
Jedem Jahrhundert sendet der Unendliche einen bösen Genius zu, der es versuche.
Die höchste Krone des Helden ist die Besonnenheit mitten in Stürmen der Gegenwart.
Die Macht kann nicht milde genug aussehen.
Die Probe eines Genusses ist seine Erinnerung.
Armut ist die einzige Last, die schwerer wird, je mehr Geliebte daran tragen.
Unbeständigkeit gegen seinen Vorsatz heißt sich selber das Wort brechen.
Wo es so aussieht als wäre nichts zu tun, ist bereits viel getan worden.
Wer nichts getragen, lernt nichts ertragen.
Mut des Urteils erspart oft tiefere Einsicht.
Für das Begreifen ist keine Kürze zu kurz.
Mit einer Kindheit voll Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten.
Man kann einen seligen, seligsten Tag haben, ohne etwas Anderes dazu zu brauchen als blauen Himmel und grüne Erde.
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