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Franziska zu Reventlow    1871 - 1918

deutsche Schriftstellerin
Schmetterling
Eigentlich ist jeder Tag wie eine große Schlacht mit vielen Lichtblicken.
Ich kann auch nicht alt werden, es geht einfach nicht.
Alles Fühlende leidet in mir, aber mein Wille ist stets mein Bezwinger und Freudenbringer.
Das Heimweh hört doch nie auf.
Auf einmal in einem ganzen Wirbel drin von Aventüren. Ach, wie ist es gut, wenn einem der moralische Halt
      so gänzlich fehlt.
Erst dann hört man auf, jung zu sein, wenn ein Verlangen nach dem andern Abschied nimmt oder totgemacht wird.
Ich kann nicht brechen das ist eben das Schlimme. Ich zerbreche nie, bin der prädestinierte Phönix.
Wenn mir ein Schmerz widerfahren ist, fasst mich immer ein doppeltes Verlangen nach Leben - nie eigentlich
      Resignation.
Zu tausend Dingen bin ich ja nicht gekommen bei meinem sonderbaren Leben und hätte doch zu tausend Dingen
      Talent gehabt.
Das Ärgern hab' ich eigentlich aus meinem Programm gestrichen, ebenso das Verwundern über meine Mitmenschen.
Nichts ist edler als Übeltaten zu verzeihen, die uns nicht betreffen.
Das Herz wird wohl immer seine Stürme haben.
Muss ich mein Selbst nicht retten, bin ich nicht eigentlich sogar dazu verpflichtet, das zu tun?
Es ist doch eigentlich der Hauptinhalt im Leben: Sehnsucht und wieder Sehnsucht.
Könnte ich leben, ohne zu arbeiten, ich wäre das glücklichste Wesen unter der Sonne.
Und doch ist mir recht heimatlich bei den Geschwistern, heimatlich, zugleich heimatlos.
Das Kleine in mir bewegt sich fort während, das ist solche Seligkeit. Ich möchte nur das fühlen. Mir ist manchmal,
      als wüsste ich alle Geheimnisse und könnte alles durchschaun, und es gäbe für mich kein Rätsel mehr.
Es ist doch unter aller Menschenwürde, krank und abhängig zu sein.
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Meine Wohnung kommt mir vor wie ein Heiligtum. Ich mag nur Menschen drin sehn, die ich mag. Alle anderen
      weise ich ab.
Mich reuen die Sünden, die ich nicht beging.
Wie gern wollt' ich dem Teufel meine Seele verschreiben, wenn ich dafür Gesundheit hätte.
Ich darf nur lieben, aber niemals jemandem gehören.
Schrecklicher Gedanke, diese wundervolle Welt mit allen Schmerzen und Freuden einmal zu verlassen.
Es gibt immer Erlebnisse, von denen man nie und nimmer reden kann, und doch jemand wünschte, der es schweigend
      verstünde, ohne daran zu rühren.
Wenn nur die Zeit nicht so verginge, aber sie vergeht so wahnsinnig.
Ich habe so selten einmal Zeit zum Träumen und doch so viele Träume.
Vielleicht brächte ich es so weit, in Glanz zu leben, aber ich hätte dann alles andere nicht, meine absolute Freiheit
      und mein Leben für mich.
Das, was man liebt, mag man doch nie zusammen sehen oder wissen mit dem, was einem abstoßend ist.
Wie viele Kinder wachsen so auf, gut gepflegt, gut versorgt und gefüttert, alles schön regelmäßig, nur keine Gefühle,
      nur keine Weichheit und kein Überschwang.
Nein, ich gehöre nicht zu diesen Menschen, ich bin ganz allein, und es ist eine Mauer zwischen uns, über die hinweg wir
      uns manchmal miteinander unterhalten.
Mit einem Kinde sollte man immer allein sein. Es gehört nicht unter mehrere große Menschen.
Immer steh ich draußen vor der Tür, wenn die andern Feste feiern. Dies furchtbare Alleinsein.
Ach, ich bin gelaufen, gelaufen und hingefallen, wieder aufgestanden, umgeworfen, wieder aufgesammelt, bis ich da
      angekommen bin, wo mein Ziel anfängt.
Es ist so gut allein zu sein. Mit Menschen ist's mir, als ob man innerlich zusammengeschnürt würde, und allein
      weitet sich's wieder.
Ich will den anerkennen können, der in irgend etwas mit mir rivalisiert.
Bleibe allein, dann spuckt dir niemand ins Zimmer.
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