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Johann Gottlieb Fichte    1762 - 1814

deutscher Philosoph
Schmetterling
Alle meine Überzeugung ist nur Glaube, und sie kommt aus der Gesinnung, nicht aus dem Verstande.
Was für eine Philosophie man wähle, hängt davon ab, was für ein Mensch man ist.
Wir lehren nicht bloß durch Worte; wir lehren auch weit eindringlicher durch unser Beispiel.
Jedes Schreckbild verschwindet, wenn man es fest ins Auge faßt.
Der Gelehrte vergesse, was er getan hat, sobald es getan ist, und denke stets nur an das, was er noch zu tun hat.
Aller Tod in der Natur ist Geburt, und gerade im Sterben erscheint sichtbar die Erhöhung des Lebens.
Die Selbstsucht ist die Wurzel aller anderen Verderbheit.
Es ist eine abgeschmackte Verleumdung der menschlichen Natur, daß der Mensch als Sünder geboren werde.
Kein Mensch auf der Erde hat das Recht, seine Kräfte ungebraucht zu lassen und durch fremde Kräfte zu leben.
Alle Kraft des Menschen wird erworben durch Kampf mit sich selbst und Überwindung seiner selbst.
Das Leben ist Liebe, und die ganze Form und Kraft des Lebens besteht in der Liebe und entsteht aus der Liebe.
Dort sind zwei große Kategorien Männer: die Leute und die Gelehrten, die Männer der Wissenschaft. Für das ehemalige
      besteht nichts aber das, das direkt zu Tätigkeit führt. Es ist, damit das letzte jenseits sieht. Sie sind die freien
      Künstler, die die Zukunft und seine Geschichte verursachen, die bewußten Architekten der Welt.
An meinem Leben und meinen Schicksalen liegt nichts, an den Wirkungen meines Lebens liegt unendlich viel.
Würdigkeit der Freiheit muß von unten herauf kommen, die Befreiung kann ohne Unordnung nur von oben
      herunter kommen.
Es siegt immer und notwendig die Begeisterung über den, der nicht begeistert ist.
Ein falscher Satz wird gewöhnlich durch einen ebenso falschen Gegensatz verdrängt, erst spät findet man die in der Mitte
      liegende Wahrheit.
Gleich sei alles, was Menschenantlitz trägt.
Ich werde überhaupt nicht für mich sterben, sondern nur für andere, die Zurückbleibenden, aus deren Verbindung ich
      gerissen werde. Für mich selber ist die Todesstunde Stunde der Geburt zu einem höheren, neuen, herrlichen Leben.
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Ich weiß überall von keinem Sein und auch nicht von meinem eigenen. Es ist kein sein. Ich selbst weiß überhaupt nicht
      und ich bin nicht.
Keine wahre und dauernde Liebe kann ohne Achtung bestehen; jede andere zieht Reue nach sich und ist einer edlen
      Sache unwürdig.
Moralität und Religion sind absolut eins; beides ein Eingreifen des Übersinnlichen, das erste durch Tun, das zweite
      durch Glauben.
Der Dogmatismus ist gänzlich unfähig, zu erklären, was er zu erklären hat, und dies entscheidet über seine
      Untauglichkeit.
Man erkundige sich näher nach den Personen, die durch ehrloses Betragen sich auszeichnen; immer wird man finden,
      daß sie nicht arbeiten gelernt haben oder die Arbeit scheuen.
Das Wahre und Echte würde leichter in der Welt Raum gewinnen, wenn nicht die,welche unfähig sind, es
      hervorzubringen, zugleich verschworen wären, es nicht aufkommen zu lassen.
Die Sinnenwelt erkennen wir, in der übersinnlichen Welt leben wir.
Der Mensch kann, was er soll; und wenn er sagt: ich kann nicht, so will er nicht.
Nimm mich hin, teures Mädchen, mit all meinen Fehlern. Es wird mir wohl, zu denken, daß ich mich einer Person gebe,
      der ich mich auch mit diesen Fehlern geben kann.
Die Wurzel aller Sittlichkeit ist die Selbstbeherrschung.
Die Lüge ist immer ein Selbstmord des Geistes.
Nur die Verbesserung des Herzens führt zur wahren Freiheit.
Warum muß mein Herz trauern und zerrissen werden von dem, was meinen Verstand so vollkommen beruhigt?
Der Mensch hat gar keinen eigenen Wert außer dem mit Treue seine Bestimmung, von welcher Art sie auch sein möge,
      zu erfüllen und hier können alle einander gleich kommen.
Ein von Natur schlaffer oder durch Geistesknechtschaft, gelehrten Luxus und Eitelkeit erschlaffter und gekrümmter
      Charakter wird sich nie zum Idealismus erheben.
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Es läßt sich nicht behaupten, daß das Weib an Geistestalenten unter dem Manne stehe; aber das läßt sich behaupten, daß
      der Geist beider von Natur einen verschiedenen Charakter habe.
Handeln, das ist es, wozu wir da sind.
Laut Denken gibt überhaupt unseren Begriffen einen neuen Grad von Klarheit und Bestimmtheit. Es bringt Sinnlichkeit
      und Verstand in eine engere Verbindung.
Zum Philosophen - wenn der Idealismus sich als die einzige wahre Philosophie bewähren sollte - zum Philosophen muß
      man geboren sein, dazu erzogen werden und sich selbst dazu erziehen: aber man kann durch keine menschliche
      Kunst dazu gemacht werden.
Die Kraft des Gemütes ist es, welche Siege erkämpft.
Der Patriot will, daß der Zweck des Menschesgeschlecht zuerst in derjenigen Nation erreicht werde, deren Mitglied er ist.
Das Lernen hat seinen Reiz und seine Belohnung in sich selber.
Die Liebe ist der Grundbestandteil des Menschen; diese ist da, so wie der Mensch da ist, ganz und vollendet, und es
      kann ihr nichts hinzugefügt werden.
Ein Gelehrter soll unter anderen Kenntnissen sich auch eine gewisse Kenntnis der Philosophie erwerben.
Der wahrhaft rechtschaffene Mann will, daß das Gute geschehe; durch wen es geschehe, das ist ihm gleichgültig,
      wenn es nur geschieht.
Der Sache ergeben sein, nicht den Menschen!
Nur von dem unveränderlich und ewig Wahren kann man überzeugt sein: Überzeugungen vom Irrtum sind
      schlechterdings unmöglich.
Das Element aller Gewißheit ist der Glaube.
Das endliche Vernunftwesen hat nichts außer der Erfahrung; diese ist es, die den ganzen Stoff seines Denkens enthält.
Das Gewissen irrt nie und kann nie irren, denn es ist selbst Richter aller Überzeugungen, der keinen höheren Richter über
      sich anerkennt.
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Das »Ich«, das alles möglich macht.
Nicht einmal sich selbst vermag der Mensch zu lieben, es sei denn, daß er sich als Ewiges erfasse.
Der Gelehrte in der letzten Rücksicht betrachtet, soll der sittlich beste Mensch seines Zeitalters sein: Er soll die höchste
      Stufe der bis auf ihn möglichen sittlichen Ausbildung in sich darstellen.
Wir haben Vorrat am Mute.
Das höchste Interesse und der Grund für alles übrige Interesse ist das für uns selbst.
Die Vernunft ist eine, und ihre Darstellung in der Sinnenwelt ist auch nur eine; die Menscheit ist ein einziges organisiertes
      und organisierendes Ganzes der Vernunft.
Im Menschen sind mancherlei Triebe und Anlagen, und es ist die Bestimmung jedes Einzelnen, alle seine Anlagen, so
      weit er nur irgend kann, auszubilden.
Was für eine Philosophie man wähle, hängt davon ab, was für ein Mensch man ist.
Dem Tyrannen steht es wohl an, religiöse Ergebung zu predigen, und die, denen er auf Erden kein Plätzchen verstatten
       will, an den Himmel zu verweisen.
Des Menschen grausamster Feind ist der Mensch.
Hält mich auch kein anderer beim Wort, so wird es desto mehr Pflicht, daß ich mich selbst dabei halte.
Der Inbegriff aller Rechte ist die Persönlichkeit, und es ist die erste und höchste Pflicht des Staates, diese an seinen
      Bürgern zu schützen.
Die höheren Zweige der Vernunftkultur, Religion, Wissenschaft, Tugend, können nie Zwecke des Staates werden.
Die Religion, ohne Wissenschaft, ist irgendwo ein bloßer, demohngeachtet jedoch unerschütterlicher Glaube; die
      Wissenschaft hebt allen Glauben auf und verwandelt ihn in Schauen.
Kein Gott und kein Mensch kann uns helfen, wir selber müssen uns helfen.
Bildung geschieht durch Selbsttätigkeit und zielt auf Selbsttätigkeit ab.
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Niemand wird kultiviert, sondern hat sich selber zu kultivieren.
Solange der Mensch noch etwas für sich selbst sein will, kann das wahre Sein und Leben in ihm sich nicht entwickeln,
      und er bleibt eben darum auch der Seligkeit unzugänglich, denn alles Sein ist nur Nichtsein und Beschränkung des
      wahren Seins.
Die Seligkeit erwerben können wir nicht; unser Elend aber abzuwerfen vermögen wir, worauf sogleich durch sich selber
      die Seligkeit an desselben Stelle treten wird.
Der Wille ist die einzige Realität.
Die Menschen wollen durchaus frei sein, sich gegenseitig zugrunde zu richten.
Handle so, daß die Art deines Handelns, deinem besten Wissen nach, ewiges Gesetz für all dein Handeln sein könnte.
Wir handeln nicht, weil wir erkennen, sondern wir erkennen, weil wir zu handeln bestimmt sind.
Der Mittelpunkt des Lebens ist allemal die Liebe.
Der Mensch kann nur dasjenige wollen, was er liebt; sein Liebe ist der einzige, zugleich auch unfehlbare Antrieb
      seines Wollens.
Die wahre Tugend ist in jeder Stunde ganz bei dem, was sie in dieser Stunde zu tun hat. Alles übrige ist nicht ihre Sorge
      und sie überläßt es dem, dessen Sorge es ist.
Das Leben ist die Wurzel der Welt, und was da tot scheint, ist nur ein geringerer Grad des Lebens.
Freiheit, auch in den Regungen des äußerlichen Lebens, ist der Boden, in welchem die höhere Bildung keimt.
Die gewöhnliche Annahme, daß der Mensch von Natur selbstsüchtig sei und auch das Kind mit dieser Selbstsucht
      geboren werde, gründet sich auf eine sehr oberflächliche Annahme und ist daher durchaus falsch.
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