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Es liegt in der menschlichen Natur, vernünftig zu denken und unvernünftig zu handeln. |
Was die Menschen Zivilisation nennen, ist der Zustand gegenwärtiger Sitten; was sie Barbarei nennen, das sind die Sitten
der Vergangenheit. |
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Wenn fünfzig Millionen Menschen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit. |
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Nichts ist so sehr für die gute alte Zeit verantwortlich wie das schlechte Gedächtnis. |
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Nur wer gegen sich selbst milde ist, kann es auch gegen andere sein. |
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Hunger und Liebe sind die Triebkräfte aller menschlichen Handlungen. |
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Alle historischen Bücher, die keine Lügen enthalten, sind schrecklich langweilig. |
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An einem Verrückten erschrickt uns am meisten die vernünftige Art, auf die er sich unterhält. |
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Ironie ist die letzte Phase der Enttäuschung. |
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Die Vorzüge von gestern sind oft die Fehler von morgen. |
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Wenn wir alles wüssten, könnten wir das Leben nicht eine Stunde ertragen. |
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Optimismus ist die extreniste Form der Verwegenheit. |
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Die Wahrheit kann auch eine Keule sein, mit der man andere erschlägt. |
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Talent ist nur große Geduld. |
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Eine Frau ist ehrlich, wenn sie keine überflüssigen Lügen sagt. |
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Schönheit birgt eine tiefere und höhere Wahrheit in sich, als die Wahrheit selber. |
Gelehrte sind Menschen, die sich von normalen Sterblichen durch die anerworbene Fähigkeit unterscheiden, sich an
weitschweifigen Irrtümern zu ergötzen. |
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Die Religion hat der Liebe einen großen Dienst erwiesen, indem sie sie zur Sünde erklärte. |
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Die Arbeit ist etwas Unnatürliches. Die Faulheit allein ist göttlich. |
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Das Schlechte am Guten und das Gute am Schlechten ist, daß beides einmal zu Ende geht. |
Der Durchschnittsmensch, der nicht weiß, was er mit diesem Leben anfangen soll, wünscht sich ein anderes, das ewig
dauern soll. |
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Die Meinung eines anderen ist nicht das Opfer eines einzigen unserer Wünsche wert. |
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Es ist nicht üblich, das zu lieben, was man besitzt. |
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In der Politik ist es wie im Konzert: Ungeübte Ohren halten das Stimmen der Instrumente schon für Musik. |
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Zufall ist vielleicht das Pseudonym Gottes, wenn er nicht unterschreiben will. |
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Wenn der Weg schön ist, lass uns nicht fragen, wohin er führt! |
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Er schmeichelt sich, ein Mann ohne Vorurteile zu sein; und gerade diese Einbildung ist ein großes Vorurteil. |
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Was ist Reisen? Ein Ortswechsel? Keineswegs! Beim Reisen wechselt man seine Meinungen und Vorurteile. |
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Wir müssen nicht nur arbeiten, sondern auch träumen, nicht nur handeln, sondern auch glauben. |
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Von allen Definitionen des Menschen ist diejenige am schlechtesten, die ihn als vernunftbegabtes Tier bezeichnet. |
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Jede Regierung macht Missvergnügte. |
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