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Baltasar Gracián y Morales    1601-1658

spanischer Schriftsteller, Jesuit und Moralphilosoph
Schmetterling
Das Gedächtnis ist nicht allein widerspenstig, indem es uns verläßt, wenn wir es am meisten brauchen, sondern auch
      töricht, indem es herangelaufen kommt, wenn es sich gar nicht schickt.
Unternehme Leichtes, als wäre es schwer, und Schweres, als wäre es leicht: jenes, damit Selbstvertrauen uns nicht
      sorglos, dieses, damit Zaghaftigkeit uns nicht mutlos mache.
Der Weise weiß, daß der Leitstern der Klugheit darin besteht, daß man sich nach der Gelegenheit richtet.
Nie übertreiben! Es ist ein wichtiger Gegenstand unserer Aufmerksamkeit, nicht in Superlativen zu reden; teils um nicht
      der Wahrheit zu nahe zu treten, teils um nicht unseren Verstand herabzusetzen.
Ein guter Rat in spaßiger Form ist oft besser als ernste Belehrungen.
Das praktische Wissen besteht in der Verstellungskunst. / El más plático saber consiste en dissimular.
Die beste Universalmedizin gegen die Torheit ist die Einsicht. Jeder erkenne die Sphäre seiner Tätigkeit und seines
      Standes:Dann wird er seine Begriffe in Übereinstimmung mit der Wirklichkeit bringen.
      No hay medicina más universal para todas nececidades que el seso. Conozca cada uno la esfera de su actividad y
      estado, y podrá regular con la realidad el concepto.
Es zeugt nicht von Klugheit, dass man den Übeln entgegengeht; es sei denn, um sie zu überwinden.
Die Hoffnung ist eine große Verfälscherin der Wahrheit: Die Klugheit weise sie zurecht und sorge dafür, dass der Genuss
      die Erwartung übertreffe. / La esperança es gran falsificadora de la verdad: corríjala la cordura, procurando que
       sea superior la fruición al deseo.
Etwas ist leichter gesagt als getan. / Es fácil el dezir y difícil el obrar.
Die Kunst des Ausdrucks besitzen: Sie besteht nicht nur in der Deutlichkeit, sondern auch in der Lebendigkeit
      des Vortrags. / Tener la declarativa. Es no sólo desembarazo, pero despejo en el concepto.
Fremde Sachen genießt man doppelt, nämlich ohne die Sorge wegen der Beschädigung und dann mit dem Reiz
      der Neuheit.
Man darf nie dem kleineren Übel die Tür öffnen; denn hinter ihm werden sich stets viele andere und
      größere einschleichen.
Es gibt Regeln für das Glück: Denn für den Klugen ist nicht alles Zufall. Die Bemühung kann dem Glücke nachhelfen.
      Reglas ai de ventura, que no toda es acasos para el sabio; puede ser ayudada de la industria.
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Mit schlechten Waffen wird man nie gut kämpfen. / Nunca se vengará bien con el mal.
Verschwiegenheit ist der Stempel eines fähigen Kopfes. / La retentiva es el sello de la capacidad.
Für große Bissen des Glücks einen Magen haben.
Stets muss das Innere noch einmal so viel sein als das Äußere. Dagegen gibt es Leute von bloßer Fassade wie Häuser,
      die, weil die Mittel fehlten, nicht ausgebaut sind und den Eingang eines Palastes, den Wohnraum einer Hütte haben.
      Siempre ha de ser otro tanto más lo interior que lo exterior en todo. Ai sugetos de sola fachata, como casas por
      acabar, porque faltó el caudal: tienen la entrada de palacio, y de choza la habitación.
Mit Zurückhaltung muss man vorschreiten, wo tiefer Grund zu fürchten ist. / Conviene ir detenido donde se teme
      mucho fondo.
Viele verlieren doch den Verstand nur nicht, weil sie keinen haben.
Gerade die Wahrheiten, die uns am meisten angehen, werden stets nur halb ausgesprochen. Der Aufmerksame
      versteht sie ganz.
Man soll wissen, dass es Pöbel überall gibt, selbst im schönen Korinth, in der auserlesensten Familie: Jeder macht ja die
      Erfahrung in seinem eigenen Hause. / Sépase que ai vulgo en todas partes: en la misma Corinto, en la familia más
      selecta. De las puertas adentro de su casa lo experimenta cada uno.
Nie soll man über sich selbst sprechen. Entweder lobt man sich, was Eitelkeit ist - oder tadelt sich, was Kleinmut ist.
       Nunca hablar de sí. O se ha de alabar, que es desvanecimiento, o se ha de vituperar, que es dad.
Verschwiegenheit ist der Stempel eines fähigen Kopfes. / La retentiva es el sello de la capacidad.
Jeder sei, in seiner Art, majestätisch. Wenn er auch kein König ist, müssen doch alle seine Handlungen, nach seiner
      Sphäre, eines Königs würdig sein. / Cada uno la magestad en su modo. Sean todas las acciones, si no de un Rei,
      dignas de tal, según su esfera.
Worte kann man nicht essen, sie sind Wind; und von Artigkeiten kann man nicht leben, sie sind höflicher Betrug.
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Nicht ohne Absicht hat die sorgsame Natur in der Biene die Süße des Honigs mit der Schärfe des Stachels verbunden.
      Sehnen und Knochen hat der Leib, so sei der Geist auch nicht lauter Sanftmut.
      No sin providencia juntó la naturaleza acudida la dulçura de la miel con lo picante del aguijón en la aveja.
      Nervios y güessos ai en el cuerpo: no sea el ánimo todo blandura.
Mehr Dinge hat Geschick durchgesetzt als Gewalt, und öfter haben die Klugen die Tapferen besiegt als umgekehrt.
       Más cosas ha obrado la maña que la fuerça, y más vezes vencieron los Sabios a los valientes que al contrario.
Nie die Geheimnisse der Höheren wissen. Man glaubt, Kirschen mit ihnen zu essen, wird aber nur die Steine erhalten.
      Vielen gereichte es zum Verderben, dass sie Vertraute waren: Sie gleichen einem Löffel aus Brot und laufen nachher
      dieselbe Gefahr wie dieser. / Nunca partir secretos con mayores. Pensará partir peras y partirá piedras.
      Perecieron muchos de confidentes.Son éstos como cuchar de pan, que corre el mismo riesgo después.
Dumm ist nicht, wer etwas Dummes begeht, sondern wer seine Dummheit nachher nicht zu bedecken versteht.
Es ist eine Regel der Klugen, die Dinge zu verlassen, ehe sie uns verlassen.
Am Klange erkennt man das Metall, an der Rede den Menschen.
Ein schöner Rückzug ist ebensoviel wert als ein kühner Angriff.
Man muß nie seine Sachen sehen lassen, wenn sie erst halb fertig sind.
Man soll einen Fall gut überlegen, zumal einen Unfall.
Narren sind alle, die es scheinen, und die Hälfte derer, die es nicht scheinen.
Verachtung ist die subtilste Form der Rache.
Der Arzt beherrsche gleich viel Wissenschaft zum Nichtverschreiben wie zum Verschreiben, und oft besteht die Kunst
      gerade in Nichtanwendung der Mittel.
Das Gute ist zweimal so gut, wenn es kurz ist.
Dem Klugen nutzen seine Feinde mehr als dem Dummen seine Freunde.
Ein lange anhaltendes Glück ist allemal verdächtig.
Man darf sich nie zu dem gesellen, durch den man in den Schatten gestellt wird.
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Toten Löwen zupfen sogar die Hasen an der Mähne.
Was viel wert ist, kostet viel.
Behutsames Schweigen ist das Heiligtum der Klugheit.
Besser, man wird im Preis als in der Ware betrogen!
Der Geschmack läßt sich ebenso kultivieren wie der Geist.
Die Lieb ist verwegener als der Haß.
Die Liebe führt die Vertraulichkeit ein, und mit jedem Schritt, den diese vorwärts macht, geht die Hochachtung
      um einen zurück.
Freiheit ist kostbarer als jedes Geschenk, das dich dazu verleiten mag, sie aufzugeben.
Man darf dich nicht für einen Betrüger halten, auch wenn man heute nicht leben kann, ohne einer zu sein. Deine größte
      List muß sein, zu verbergen, was als solche erscheint.
Man sollte eher verehrend als hingebend lieben. Liebe und Herrschertum sind nicht für Genossenschaft geschaffen.
Ohne Mut ist das Wissen unfruchtbar.
Wenn du weise bist, lebe wie du kannst, wenn du nicht so leben kannst, wie du willst.
Man beachte seine überwiegende Eigenschaft und verwende auf diese allen Fleiß.
Ein Weiser nutzt seine Feinde besser aus als ein Narr seine Freunde.
Dem Unglücklichen scheint es, daß das Glück und der Tod sich verschworen haben, ihn zu vergessen.
Ein schönes Benehmen ist der Schmuck des Lebens, und jeder angenehme Ausdruck hilft wundervoll von der Stelle.
Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden.
Wir leben, um zu erkennen und um uns selbst zu erkennen.
Die Handlungen sind die Frucht der Gedanken. Waren diese weise, so sind jene erfolgreich.
Dumm ist nicht, wer eine Dummheit begeht; sondern wer sie nachher nicht zu bedecken versteht.
Es gibt keinen, der nicht in irgendetwas der Lehrer des anderen sein könnte.
Es ist verkehrt, wenn man sich zu Herzen nimmt, was man in den Wind schlagen sollte.
Nicht leicht wird man anderen Schmerz verursachen, ohne entweder durch Mitleid oder durch Vergeltung selbst wieder
      Schmerz zu erdulden.
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Man sei lieber als ein Weiser geehrt, als wegen seiner Schlauheit gefürchtet.
Technik ist die Anstrengung, Anstrengungen zu ersparen.
Wer sein Vorhaben durchsetzt, wird nie an Ansehen verlieren.
Man muß sich vor dem Siege über Vorgesetzte hüten.
Sogar das Vortrefflichste hängt von Umständen ab und hat nicht immer seinen Tag.
Vertrauen ist die Mutter der Sorglosigkeit.
Wenige können uns Gutes antun, aber fast jeder kann uns Schaden zufügen.
Die eine Hälfte der Welt lacht über die andre, und Narren sind sie alle.
Nicht hastig leben. Die Sachen zu verteilen wissen heißt, sie zu genießen verstehen.
Viele möchten in einem Tag verschlingen, was sie kaum im ganzen Leben verdauen können.
Widerstand findet, und denkt bisweilen, daß noch mehr da ist, als er denkt: Dergestalt reicht sein Nachdenken
      ebensoweit als seine Besorgnis.
Der Verstand eines Mannes zeigt sich im Ernsthaften, welches daher mehr Ehre bringt als das Witzige. Wer immer
      scherzt, ist nie der Mann für ernste Dinge.
Man sei daher so ganz Herr über sich und so groß, daß man sich weder im größten Glück, noch im größten Unglück die
      Blöße einer Entrüstung gebe, vielmehr, als über jene erhaben, Bewunderung gebiete.
Der Kluge tut gleich anfangs, was der Dumme erst am Ende. Der eine und der andere tun dasselbe, nur in der Zeit liegt
      der Unterschied: Jener tut es zur rechten, dieser zur unrechten.
Freunde haben. Es ist ein zweites Dasein. Jeder Freund ist gut und weise für den Freund, und unter ihnen geht
      alles gut ab.
Der Mensch ist soviel wert, wie ihm seine Mitmenschen gönnen, und damit sie es ihm gönnen, muß man ihren Mund auf
      dem Weg über das Herz gewinnen.
Ein guter Witz hilft oft schneller als ein guter Rat, der durch langweilige Belehrung hervorgebracht wird.
Ein anspruchsloser Mensch ist wie ein offener Brief, den ein jeder lesen kann.
Sich anderer Schande angelegen sein lassen, ist ein Zeichen, daß man selbst schon keinen fleckenlosen Ruf mehr hat.
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Die Höhe der Gunst des Glückes wird oft durch die Kürze ihrer Dauer aufgewogen: denn das Glück wird es müde, einen
      so lange auf den Schultern zu tragen.
Aus der Geduld geht der unschätzbare Frieden hervor, welcher das Glück der Welt ist.
Man verliert oft mehr durch halsstarriges Behaupten, als man durch einen Sieg gewinnen kann.
Wenige taugen zu guten Freunden, und daß man sie nicht zu wählen versteht, macht ihre Zahl noch kleiner. Sie erhalten
      ist mehr, als sie erwerben zu wissen.
Doppelten Verstand hat man nötig bei denen, die keinen haben.
Man wünsche seinen Freunden nicht zu großes Glück,wenn man sie behalten will.
Von einem Augenblick der Wut oder der Fröhlichkeit wird man weiter geführt als von vielen Stunden des Gleichmuts:
      Und da bereitet manchmal eine kurze Weile die Beschämung des ganzen Lebens.
Stelle nicht immer alles zur Schau; sonst wird es morgen keiner mehr bewundern.
Das Geheimnisvolle hat einen gewissen göttlichen Anstrich.
So sehr darf man nicht allen gehören, daß man nicht mehr sich selber angehörte. Ebenso darf man auch seinerseits nicht
      seine Freunde mißbrauchen und nicht mehr von ihnen verlangen, als sie eingeräumt haben.
Sogar das Wissen muß nach der Mode sein. Da, wo es nicht Mode ist, besteht es gerade darin, daß man den
      Unwissenden spielt.
Die Geschicklichkeit besteht im Herausfinden des Vorteilhaften.
Die meisten schätzen nicht, was sie verstehen; aber was sie nicht fassen können, verehren sie.
Um liebenswürdig zu sein, ist das Hauptmittel, friedfertig zu sein.
Es ist eine große Kunst zu wissen, wie man Wind verkauft.
Das meiste wird nicht erlangt, weil es nicht unternommen wird.
Schlimme Nachrichten soll man nicht überbringen, noch viel weniger empfangen.
Man muß es immer dahin bringen, daß man zurückgewünscht wird.
Dem Gerechten keine Gesetze und dem Weisen keine Ratschläge.
Jeder faßt seine Ansichten nach seinem Interesse und glaubt, einen Überfluß an Gründen für dieselben zu haben.
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Wenige sind Freunde eines Menschen an sich, viele die seines Glücks.
Man überlege mit der Vernunft, damit man nicht widerlegt werde vom unglücklichen Ausgang.
Sich zu entspannen ist besser, als beschäftigt zu sein.
Der Kluge hüte sich, lästig zu sein, und zumal den Großen, da diese ein sehr beschäftigtes Leben führen, und es
     schlimmer wäre, einen von ihnen verdrießlich zu machen als die ganze übrige Welt.
Es gibt keinen Tropf, der nicht bösartig wäre.
In Reden ist Diskretion viel wichtiger als Beredsamkeit.
Mit zwanzig Jahren ist der Mensch ein Pfau, mit dreißig ein Löwe, mit vierzig ein Kamel, mit fünfzig eine Schlange,
      mit sechzig ein Hund, mit siebzig ein Affe, mit achtzig - nichts.
      A los veinte años será Pabón; a los treinta, León; a los quarenta, Camello; a los cinqüenta, Serpiente; a los
      sesenta, Perro; a los setenta, Mona; y a los ochenta, nada.
Das mühsam erlangte Glück wird doppelt genossen.
Die Leidenschaften sind die Pforten der Seele.
Mit dem Fleiß bringt ein mittelmäßiger Kopf es weiter als ein überlegener ohne denselben.
Die eine Hälfte der Welt lacht über die andre, und Narren sind sie alle.
Machen wir keine Angelegenheit aus dem, was keine ist.
Es ist ein großer Ruhm, der erste in der Art zu sein.
Ist man noch im Werden, so halte man sich zu den Ausgezeichneten, aber als gemachter Mann zu den Mittelmäßigen.
Das Klagen schadet stets unserem Ansehen.
Das Gemüt eines Liebenden ist wie ein Diamant.
Ein gutes Benehmen ist der Schmuck des Lebens, und jeder angenehme Ausdruck hilft wundervoll von der Stelle.
Vergessen können ist mehr ein Glück als eine Kunst.
Man darf nie seine Sachen sehen lassen, wenn sie erst halb fertig sind.
Man darf sich nur aus Eigensinn auf die schlechtere Seite stellen, wenn sich der Gegner bereits auf die bessere
      gestellt hat.
Ein Vorgesetzter erlaubt wohl, dass man ihm hilft. Aber dass man ihn übertrifft - niemals! Ein ihm erteilter Rat sehe
      daher immer aus wie eine Erinnerung an ein weises Wort von ihm selber.
Keiner ist zu arm dafür, es kostet nichts, bewirkt doch viel und erhält seinen Wert erst, wenn man es weitergibst:
      ein böses Wort.
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