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Karl Marx    1818-1883

deutscher Journalist, Nationalökonom und Philosoph
Schmetterling
Die Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte.
Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu verändern.
Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser
      Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.
Die herrschenden Ideen einer Zeit waren stets nur die Ideen der herrschenden Klasse.
Radikal sein ist die Sache an der Wurzel fassen.
Die unmittelbare Wirklichkeit des Gedankens ist die Sprache.
Freiheit ist ein Luxus, den sich nicht jedermann leisten kann.
Wie es selten Komplimente gibt ohne Lüge, so finden sich auch selten Grobheiten ohne alle Wahrheit.
In seinem Sessel behaglich dumm, sitzt schweigend das deutsche Publikum.
Das Geld wird abgeschafft. Ich kenn´ schon einen, der nichts mehr hat.
Die Waffe der Kritik kann allerdings die Kritik der Waffen nicht ersetzen, die materielle Gewalt muss gestürzt werden
      durch materielle Gewalt, allein auch die Theorie wird zur materiellen Gewalt, sobald sie die Massen ergreift.
Die Gewalt ist der Geburtshelfer jeder alten Gesellschaft, die mit einer neuen schwanger geht.
Die Wahlphilosophie der Parlamentskandidaten besteht einfach darin, dass sie ihrer linken Hand erlauben, nicht zu
      wissen, was ihre rechte tut, und so waschen sie beide Hände in Unschuld.
Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen.
Die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht.
Es gibt keine Landstraße für die Wissenschaft, und nur diejenigen haben Aussicht ihren hellen Gipfel zu erreichen, die
       die Ermüdung beim Erklettern ihrer steilen Pfade nicht scheuen.
Religion ist Opium für das Volk.
Jede Befreiungsbewegung verändert ihren Charakter, wenn sie von der Utopie zur Realität übergeht.
Wenn der Zweck die Mittel heiligt, dann ist der Zweck unheilig.
Alle Revolutionen haben bisher nur eines bewiesen, nämlich, daß sich vieles ändern läßt, bloß nicht die Menschen.
Proletarier aller Länder vereinigt euch!
Neue Menschen brauchen wir.
Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaften ist die Geschichte von Klassenkämpfen.
Die Gesellschaft findet nun einmal nicht ihr Gleichgewicht, bis sie sich um die Sonne der Arbeit dreht.
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Man muß das Volk vor sich selbst erschrecken lehren, um ihm Courage zu machen.
Die Proletarier haben nichts zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben dafür eine Welt zu gewinnen.
Das Volk, daß ein anderes unterjocht, schmiedet seine eigenen Ketten.
Der christliche Sozialismus ist nur das Weihwasser, womit der Pfaffe den Ärger der Aristokraten einsegnet.
Die politische Gewalt im eigentlichen Sinne ist die organisierte Gewalt einer Klasse zur Unterdrückung einer anderen.
Revolution: ruckartige Nachhholung verhinderter Entwicklung.
Die Arbeiter haben keine Vaterland. Man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben.
Je weniger du bist, je weniger du dein Leben äußerst, um so mehr hast du, um so größer ist dein entäußertes Leben.
Der wirkliche Reichtum eines Menschen ist der Reichtum seiner wirklichen Beziehungen.
Es gibt nur eine Medizin gegen seelisches Leiden, den physischen Schmerz.
Gewalt ist die Hebamme der Geschichte.
Jeder Mensch und jedes Buch läßt sich auf drei Seiten zusammenfassen, und diese drei Seiten lassen sich auf zwei
      Zeilen reduzieren.
Auf den ersten Blick erscheint der bürgerliche Reichtum als eine ungeheure Warensammlung, die einzelne Ware als sein
      elementarisches Dasein.
Die Philosophie verhält sich zum Studium der realen Welt wie das Onanieren zur sexuellen Liebe.
Wer ein Programm für die Zukunft verfaßt, ist ein Reaktionär.
Das Reich der Freiheit beginnt da, wo Arbeit aufhört.
Der Arbeiter wird eine umso wohlfeilere Ware, je mehr Waren er schafft.
Die Menschen machen ihre eigene Geschichte aber nicht auf die Art und Weise, wie sie ihnen gefällt, sondern durch
      Umstände, die sie nicht selbst gewählt haben.
Was hätte man davon, wenn man klein täte; es hülfe doch niemand aus der Not, und der Mensch ist so glücklich, wenn
      er bedauern kann.
Jeder Schritt echter Bewegung ist wichtiger als ein Dutzend Programme.
Die Revolution beginnt im Kopf der Philosophen.
Arbeit ist das Feuer der Gestaltung.
Sie wissen es nicht. Aber sie tun es.
Das Leiden gehört zum Selbstgenuß des Menschen.
Geld ist das dem Menschen entfremdete Wesen seiner Arbeit und seines Daseins, und dieses fremde Wesen beherrscht
      ihn, und er betet es an.
Nicht das Bewusstsein bestimmt das Leben, sondern das Leben das Bewusstsein.
Wer nichts achtet, ächtet sich selbst.
Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst des Kommunismus.
Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen.
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