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Wilhelm Raabe    1831-1910

deutscher Schriftsteller
Schmetterling
Erkenntnis macht frei, Bildung fesselt, Halbbildung stürzt in Sklaverei.
Humor ist der Schwimmgürtel auf dem Strome des Lebens.
Wir sollen die Liebe, welche wir den Toten mit ins Grab geben, nicht den Lebenden entziehen.
Erst durch lesen lernt man, wie viel man ungelesen lassen kann.
Der größte Verbrecher übt immer einen unmessbar kleinen Teil der Verbrechen aus, deren er als Mensch und von
      Natur aus fähig ist.
Das Genie macht die Fußstapfen. Das nachfolgende Talent tritt in dieselben hinein, tritt sie aber schief.
Aufgeblasenheit ist der zuverlässigste Schwimmgürtel im Strom des Lebens.
Man muß den Leuten nur ein bißchen verrückt vorkommen, dann kommt man schon weiter.
Sprichwörter sind ein öffentlicher Unterstützungsverein für Leute ohne eigene Gedanken.
Wer Unheil ausbrütet, wird es auch fliegen lassen.
Man muß in den Dreck hineingeschlagen haben, um zu wissen, wie weit er spritzt.
Da man in das Leben sich hat fügen müssen, wieviel leichter sollte man sich in den Tod fügen können.
Keine Weisheit, die auf Erden gelehrt werden kann, kann uns das geben, was uns ein Wort und ein Blick der
      Mutter gibt.
Die meisten Menschen sind Münzen, nur wenige sind Prägestücke.
Wer glaubt, niemals zu irren, der irrt.
Das Wunderbare am Menschen ist, dass er wohl derselbe bleibt, aber nicht der gleiche.
Die meisten Leute machen sich selbst bloß durch übertriebene Forderungen an das Schicksal unzufrieden.
Ein Zwerg auf den Schultern des Riesen kann weiter sehen als der Riese.
Was man von der Mutter hat, das sitzt fest und läßt sich nicht ausreden.
Wer in Glaubenssachen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten.
Auch der ärmste Mensch kann zuletzt den Hunger und die Sorge nicht mehr ertragen, und leider macht er dann keine
      schriftlichen Eingaben an die Behörden, sondern er schlägt mit der Faust an die Tür der Leute, welche noch etwas
      zu essen haben.
Der Augenblick, der dem Menschen seinen Gewinn zeigt, lehrt ihn auch seinen Verlust am deutlichsten erkennen.
Die Billardkugeln sind besser dran als die Menschen, die sich auch von allen möglichen Tölpeln und Lümmeln
      umherstoßen lassen müssen, aber mit Gefühl.
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Eine ganz vortreffliche Zeit, wie alle Zeiten, in denen man einen großen Hunger nach irgend etwas hat, von dem man
      weiß, daß man es durch Mühen und Arbeit erlangen kann.
Es gleicht sich manches auf Erden, was es nicht glaubt.
Es ist viel leichter geistreich zu tadeln, als zu loben.
Hoffnung und Freude sind die besten Ärzte.
In der Diplomatie gibt es nichts Großes und nichts Kleines.
Man hat eben in der Welt nichts Ordentliches und Verständiges ohne der zugehörigen Jammer.
Nicht alles in der armen, irrenden Welt war falsches Schimmern und Sehnen.
Was hilft alle Erdengröße, wenn in kritischen Zeiten der rechte Erdenverstand dabei mangelt?
Welch ein Künstler der Winter ist. Die Spatzen färbt er gelb und den freien Menschen macht er ausrufen: Mein Haus
      ist meine Burg!
Wer imponiert? Nur welcher ruhig seinen Weg geht.
Wir leben in einer Welt, in der ein jeglicher bei weiten mehr auf die Schwächen, Laster und Untugenden des anderen
      angewiesen ist als auf seine Tugenden.
Wir Deutsche sind seltsame Fische - einen Quabbenart mit ungeheuren Geistesflossen, mit denen sich ein ungeheures
      Geplätscher machen läßt. Wenn nur nicht die Pfützen, in denen wir unser jämmerliches Dasein hinbringen, so seicht,
      so eng wären!
Das Geschick ducket die Könige und die Bettler gleichermaßen nieder, wenn es ihm beliebet.
Der Männer Herz muß bluten um das Licht, aber der Frauen Herz muß bluten um die Liebe.
Die Menschen müssen so vieles ertragen und kommen mit ihren Schmerzen durch.
Einen Mund mit einem Schloß davor soll der Krieg, die Diebeshetze und die Liebe im Schilde führen.
Es ist besser, nie und nirgends zu laut von dem zu reden, was man auf der Spindel hat.
Es kann nicht jeder die Welt mit den Augen eines belesenen Buchbinders ansehen.
Hübsch ist es zwar, wenn ein Künstler nicht zu fett wird, aber unbedingt nötig ist's gerade nicht, wenn er so
      mager bleibt.
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In der jetzigen Zeit ist es mal was Neues beim Alten zu bleiben.
Mit aller Kraft hatte er gestrebt, das zu lernen, was von der hohen Wissenschaft sich lernen ließ, und er mußte sich
      sagen, daß dies im Grunde wenig genug war.
Schwere Tage wirkten bedeutender als all jene Tage, die in den Hörsälen und über den Büchern verbracht werden.
Was ihr euch Liebes noch in der Welt sagen und tun könnt, das sagt und tut rasch, morgen ist es vielleicht
      schon zu spät dazu.
Wenn du was kannst, kannste dich wehren, brauchste dich nicht lassen zu treten.
Wie doch des Menschen Selbstsucht aus jeglichem auf seinem Wege sein eigenen kleines Wohl und Übel
      herauszuklauben sich bemühet!
Die echte Philosophie lernt man nicht auf den Schulbänken.
Das ist gerade das Nette an jeglichem Gerücht, daß man es ruhig sich selber überlassen kann; es wuchert im Guten wie
      im Bösen weiter.
Der Mensch erträgt mit Pläsier, daß man über ihn weint, daß man über ihn lacht, erträgt er nicht.
Die Welt würde nicht viel werden, wenn es den Hunger in ihr nicht gäbe.
Er fühlte tief das Unzulängliche dessen, was ihm die Herren von ihren Kathedern doziert hatten.
Es ist Heldentum in großen Drangsalen, sich von den Schrecknissen und Molesten der Gegenwärtigkeit freizumachen
      und zu tun, als ob sie nicht wären.
Es sind nicht immer die, die vom Publikum Meister genannt werden und sich selber so nennen, die ihr Bestes tun.
Hütet euch jene schwächliche Resignation, von welcher der nächste Schritt zur Gleichgültigkeit führt, zu befördern oder
      sie gar hervorzurufen wollen.
Jedes Übermaß muß gefährlich werden, selbst ein Übermaß an Gemüt.
Mit dem Hunger nach der Unendlichkeit wird der Mensch geboren; er spürt ihn früh; aber wenn er in die Jahre des
      Verstandes kommt, erstickt er ihn meistens leicht und schnell.
So war es also das Schicksal Deutschlands immer gewesen, daß seine Bewohner, durch das Gefühl der Tapferkeit
      hingerissen an allen Kriegen teilnahmen; oder daß es selbst der Schauplatz blutiger Auftritte war.
Was ist denn Recht auf dieser Erde, wenn es für ein gutes da nicht immer noch ein stärkeres gäbe.
Wenn in der bösen Welt der Krieg die Menschen auseinanderreißt, dann bringt er sie auch wieder zusammen.
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Wie ist doch die Jugend schön, wie wenig bedarf sie, um glücklich zu sein.
Das menschliche Leben ist trotz aller guten Dinge ein Jammertal!
Deshalb fehlen wir, weil wir über des Lebens Einzelheiten alle uns den Kopf zerbrechen, um das Ganze aber niemand
      sich kümmert.
Durch albernes Geheule wird nie was in er Welt gebessert.
Erfahren sollst du, daß das, was ihr Unkraut nennt, wenigstens auch die Tugend desselben hat: nämlich nicht zu
      verderben und auszugehen.
Es ist heute noch nicht von Überfluß, wenn man die zwischen Vogesen und Weichsel lebende deutsche Bevölkerung mit
      der Nase auf ihre Dummheit stößt.
Gesellschaft muß der Mensch haben, wenn es auch die allerschlechteste ist!
Ich glaube an keine Offenbarung als die, die wir im Auge des geliebten Wesens sehen. Sie allein ist wahr, sie allein ist
       untrüglich; in dem Auge der Liebe allein schauen wir Gott von Angesicht zu Angesicht.
Ein Überstudierter bleibt am Ende doch auch ein Mensch.
Stelle keine überflüssigen Fragen in betreff der Schicksale anderer an die Zukunft, sondern beschäftige dich fürs erste
      möglichst intensiv mit dem, was vor deiner eigenen Nase liegt.
Was liegt alles in den wenigen Worten: Sein eigener Herr sein!
Wer die oberste Hand hat, verwendet sie selten zum Streicheln, sondern gebraucht sie lieber fest als Faust.
Wie kahl und jämmerlich würde mancher Fleck auf Erden aussehen, wenn kein Unkraut darauf wüchse.
Das Ungewöhnliche und Ungewohnte macht am meisten Glück.
Die beste Rechtfertigung hilft nur zu häufig nur dazu, den Verdruß noch größer zu machen.
Ein Faust zu sein, ist es nicht nötig, alles studiert zu haben, das Wollen allein genügt.
Erst am Abend erfährt der Mensch so recht, was ihn unter den Mühen des Tages aufrechterhalten hat.
Es ist immer etwas für einen Esel, durch das Weitergeben eines Gerüchtes auch einmal interessant zu werden und sich
      selber so vorzukommen.
Hast du nach einer Krone gegriffen, so halt sie fest gegen Tod und Teufel.
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Im Grunde lebt man in einer Lumpenwelt.
Junges Volk will seinen Weg gehen.
Kein Mensch muß müssen.
Nehmen Sie das Leben nur an den richtigen Stellen tragisch.
Viele große Männer haben die Meinung der Welt, insofern sie ihnen keinen Schaden bringen konnte, verachtet.
Was nützt alle Gelehrsamkeit, wenn sie solche frivolen Grundsätze zutage fördert!
Wer Geld braucht, gewinnt es sich durch die Kunst immer noch auf die unschuldigste Weise und tut jedenfalls anderen
      am wenigsten Schaden durch die Art, wie er ihr Geld ihnen abnimmt.
Wie oft durchkreuzt die Furcht vor dem Lächerlichwerden unsere innersten, zartesten Gefühle.
Auf leisen Sohlen wandeln die Schönheit, das wahre Glück und das echte Heldentum.
Ich halte das Lachen für eine der ernsthaftesten Angelegenheiten.
Gott sei Dank, dass der Spaß nicht totzukriegen ist in dieser so sehr mürrischen Welt!
Was ist der Mensch? Jedenfalls nicht das, was er sich einbildet zu sein, nämlich die Krone der Schöpfung.
Schuld haben sie beide nicht: weder der Mensch noch das Schicksal; sie passen nur immer ganz genau aufeinander.
Die Klugen haben wahrhaftig lange nicht so viel Beweglichkeit in die Welt gebracht und so viel Glückliche drin gemacht
      wie die Einfältigen.
Wer wahrhaft vornehm ist, hat immer Respekt, wo er hingehört, der Pöbel nicht.
Wir tragen eben den Frieden wie ein Gewand, das wir vorn flicken, während es hinten reißt. Der Stoff hält sich
      eben nicht.
Wenn Bildung frei macht, so will der Deutsche seine Bildung dazu auch so billig als möglich haben.
Wir bleiben immer Kinder, und so klug wir auch werden mögen, wir behalten immer die Lust, mit scharfen Messern
      und spitzen Scheren zu spielen.
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