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Das Kleid macht nicht den Mann, der Sattel macht kein Pferd. |
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Der Glaube, Senfkorn groß, versetzt den Berg ins Meer: denkt, was er könnte tun, wenn er ein Kürbis wär. |
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Das Licht der Herrlichkeit scheint mitten in der Nacht Wer kann es sehn? Ein Herz das Augen hat und wacht. |
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In der Welt ist's trübe, leuchten müssen wir – du in deiner Ecke, ich in meiner hier. |
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Halt an, wo läufst du hin, der Himmel ist in dir: Suchst du Gott anderswo, du fehlst ihn für und für. |
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Gott wohnt in einem Licht, zu dem die Bahn gebricht: Wer es nicht selber wird, der sieht ihn ewig nicht. |
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Gott ist ja nichts als gut: Verdammnis, Tod und Pein, und was man böse nennt, muß, Mensch in dir nur sein. |
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Ein Auge, das sich nie der Lust des Sehns entbricht: Wird endlich gar verblendt und sieht sich selbsten nicht. |
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Die Welt ist ein wunderschönes Nichts. |
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Der Weise, welcher sich hat über sich gebracht der ruhet wenn er läuft und wirkt wenn er betracht. |
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Der Mensch muß doch was sein! Gott nimmt sein Wesen an: Um aller Engel willen hätt' er solches nicht getan. |
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Der Mensch ist Gottes Gleichnis. |
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Der Mensch hat zwei Augen; eins sieht nur, was sich in flüchtiger Zeit bewegt, das andere, was ewig ist und göttlich. |
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Zwei Augen hat die Seel': Eins schauet in die Zeit, das andre richtet sich hin in die Ewigkeit. |
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Zeit ist wie Ewigkeit und Ewigkeit wie Zeit, so du nur selber nicht machst einen Unterschied |
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Wo Notwendigkeit ist, da gibt es weder eine Verdammnis, noch eine Krone. |
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Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geborn und nicht in dir; du bleibst noch ewiglich verlorn. |
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Wer Gott um Gaben bitt', der ist gar übel dran: Er betet das Geschöpf und nicht den Schöpfer an. |
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Was klagst du über Gott? Du selbst verdammest dich! Er möcht' es ja nicht tun, das glaube sicherlich. |
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Nichts ist, was dich bewegt; du selber bist das Rad, das aus sich selbsten läuft und keine Ruhe hat. |
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Mensch, wo du noch was bist, was weißt, was liebst und haßt, so bist du, glaube mir, nie ledig deiner Last. |
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Mensch werde wesentlich: denn wann die Welt vergeht, so fällt der Zufall weg, das Wesen das besteht. |
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Je edeler ein Ding, je mehr ist es gemein: Das spüret man an Gott und seiner Sonnen Schein. |
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Mensch, geh nur in dich selbst! Denn nach dem Stein der Weisen darf man nicht allererst in fremde Lande reisen. |
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